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Konto & Zahlungen

Konto gesperrt oder eingefroren: Zugriff auf Ihr Geld zurückerlangen

Wir prüfen den Grund der Sperre, Ihre Rechte gegenüber Bank oder Zahlungsdienstleister und die Wege zurück zu einem funktionierenden Konto.

Einordnung

Worum es geht

Typische Situationen und Warnzeichen

  • Karte, Online-Banking oder Überweisungen funktionieren plötzlich nicht mehr, und die Bank nennt keinen oder nur einen sehr allgemeinen Grund.
  • Die Bank verlangt kurzfristig Nachweise zur Herkunft von Geldern oder zu einzelnen Zahlungseingängen.
  • Sie erhalten eine Kündigung der Kontoverbindung, teils ohne nähere Begründung.
  • Ein Zahlungsdienstleister oder eine Kryptobörse friert Ihr Guthaben ein und verweist auf eine laufende interne Prüfung.
  • Auf Ihrem Konto sind Zahlungen unbekannter Personen eingegangen, etwa nach einem angeblichen Jobangebot oder einer Online-Bekanntschaft.
  • Ihr Konto wurde gepfändet, und Sie können nicht mehr über das Geld für Ihren Lebensunterhalt verfügen.
  • Andere Banken lehnen die Eröffnung eines neuen Kontos ab.

Sofortmaßnahmen

Was Sie jetzt tun können

Diese Schritte sind in den meisten Fällen sinnvoll – unabhängig davon, ob Sie uns beauftragen.

  1. Schriftlich nach dem Grund fragen

    Bitten Sie die Bank oder den Anbieter schriftlich um Mitteilung, warum das Konto gesperrt wurde und welche Unterlagen benötigt werden. Notieren Sie Datum, Uhrzeit und Gesprächspartner von Telefonaten.

  2. Angeforderte Nachweise geordnet bereitstellen

    Wenn Herkunftsnachweise oder Identitätsdokumente verlangt werden, stellen Sie diese vollständig und nachvollziehbar zusammen. Bei unklaren oder weitreichenden Fragen kann es sinnvoll sein, die Antwort vorab rechtlich prüfen zu lassen.

  3. Laufende Zahlungen absichern

    Informieren Sie Arbeitgeber, Vermieter und wichtige Vertragspartner, falls Zahlungen vorübergehend nicht möglich sind. Prüfen Sie, ob Eingänge auf ein anderes Konto umgeleitet werden können.

  4. Bei Pfändung: P-Konto beantragen

    Liegt eine Kontopfändung vor, können Sie von Ihrer Bank die Umwandlung in ein Pfändungsschutzkonto verlangen. Damit bleibt ein gesetzlich geschützter Grundbetrag für den Lebensunterhalt verfügbar.

  5. Unbekannte Geldeingänge nicht weiterleiten

    Sind Zahlungen fremder Personen auf Ihrem Konto eingegangen, leiten Sie diese nicht auf Zuruf weiter und heben Sie sie nicht ab. Sichern Sie die zugehörige Kommunikation und lassen Sie das weitere Vorgehen prüfen.

  6. Unsicher, was in Ihrem Fall zuerst zu tun ist?

Rechtliche Prüfung

Mögliche Prüfungsfelder

  • Rechtsgrundlage und Dauer der Sperre

    Wir prüfen, worauf sich die Bank oder der Anbieter stützt – etwa geldwäscherechtliche Pflichten, vertragliche Regelungen oder eine behördliche Anordnung – und ob die Sperre in ihrem Umfang und ihrer Dauer noch gerechtfertigt ist.

  • Wirksamkeit einer Kontokündigung

    Bei einer Kündigung der Kontoverbindung prüfen wir, ob Form und Fristen eingehalten wurden und ob die Kündigung im Einzelfall angreifbar ist. Für Basiskonten gelten besondere, engere Voraussetzungen.

  • Pfändungsschutz nach § 850k ZPO

    Bei einer Kontopfändung prüfen wir, ob der Pfändungsschutz über ein P-Konto richtig umgesetzt wurde und ob eine Erhöhung des geschützten Betrags in Betracht kommt, etwa bei Unterhaltspflichten oder bestimmten Sozialleistungen.

  • Anspruch auf ein Basiskonto

    Verbraucher haben nach dem Zahlungskontengesetz grundsätzlich Anspruch auf ein Basiskonto. Wir prüfen, ob eine Ablehnung rechtmäßig war und welche Wege – etwa ein Verfahren bei der BaFin – offenstehen.

  • Missbrauch des Kontos durch Dritte

    Wurde Ihr Konto von Betrügern als Empfängerkonto benutzt, prüfen wir Ihre rechtliche Position gegenüber Bank, Ermittlungsbehörden und möglichen Geschädigten. Eine frühzeitige Einordnung ist hier besonders wichtig, weil auch eigene Haftungsrisiken im Raum stehen können.

Wer haften kann

Mögliche Anspruchsgegner

  • Kontoführende Bank

    Ansprüche auf Freigabe des Guthabens, auf Ausführung von Zahlungen oder auf Ersatz eines Schadens kommen in Betracht, wenn die Sperre oder Kündigung nicht gerechtfertigt war. Ob das der Fall ist, hängt vom Einzelfall ab.

  • Zahlungsdienstleister und Kryptobörsen

    Auch Anbieter von Zahlungskonten, E-Geld oder Krypto-Verwahrung unterliegen gesetzlichen und vertraglichen Pflichten. Bei Anbietern mit Sitz im Ausland prüfen wir zusätzlich, welches Recht anwendbar ist und wo Ansprüche geltend gemacht werden können.

  • Pfändende Gläubiger

    Bei einer Kontopfändung kann es in Betracht kommen, die zugrunde liegende Forderung oder die Vollstreckung selbst zu überprüfen, etwa wenn die Forderung bereits beglichen oder nie berechtigt war.

  • Täter und Hintermänner

    Wurde Ihr Konto oder Ihre Identität von Betrügern missbraucht, kommen Ansprüche gegen die Verantwortlichen in Betracht. Praktisch hängt die Durchsetzung davon ab, ob diese Personen ermittelt werden können.

Ob und gegen wen Ansprüche tatsächlich bestehen, hängt vom Einzelfall ab und lässt sich erst nach Prüfung der Unterlagen beurteilen.

Beweise sichern

Diese Unterlagen sollten Sie aufbewahren

Löschen Sie nichts – auch nicht aus Ärger oder Scham. Für die erste Anfrage genügt Ihre Schilderung; Unterlagen können Sie nachreichen.

  • Schreiben und Nachrichten der Bank oder des Anbieters zur Sperre oder Kündigung
  • Kontoauszüge der letzten Monate mit den auffälligen Buchungen
  • Kontovertrag und aktuelle Geschäftsbedingungen
  • Nachweise zur Herkunft von Geldern (z. B. Gehaltsabrechnungen, Kaufverträge, Schenkungsnachweise)
  • Pfändungs- und Überweisungsbeschluss sowie Schreiben des Gläubigers
  • Bescheinigungen für das P-Konto, soweit vorhanden
  • Kommunikation mit unbekannten Dritten, die Zahlungen auf Ihr Konto veranlasst haben
  • Ablehnungsschreiben anderer Banken bei der Kontoeröffnung

Unsere Vorgehensweise

So begleiten wir Ihren Fall

  1. Schritt 1: Fall schildern

    Sie beschreiben uns über das Formular in wenigen Minuten, was passiert ist. Unterlagen können Sie später nachreichen.

  2. Schritt 2: Rechtliche Prüfung

    Wir sichten Ihre Angaben, ordnen den Sachverhalt ein und prüfen, gegen wen Ansprüche in Betracht kommen.

  3. Schritt 3: Strategie

    Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung zu Chancen, Risiken und Kosten – und entscheiden selbst, ob Sie uns beauftragen.

  4. Schritt 4: Vertretung

    Wir setzen die abgestimmte Strategie um: gegenüber Banken, Zahlungsdienstleistern und weiteren Beteiligten, notfalls vor Gericht.

FAQ

Häufige Fragen zu Konto gesperrt

Allgemeine Hinweise – sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

In bestimmten Situationen ja. Bei einem Geldwäscheverdacht sind Banken gesetzlich verpflichtet, Vorgänge anzuhalten und zu melden, und sie dürfen den Kunden darüber häufig nicht informieren. Das bedeutet aber nicht, dass jede Sperre in Umfang und Dauer rechtmäßig ist – genau das prüfen wir im Einzelfall.

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Fallprüfung

Schildern Sie uns, was passiert ist.

Wir prüfen, welche Ansprüche in Betracht kommen und welche nächsten Schritte sinnvoll sein können.

Ihre Angaben werden vertraulich behandelt. Eine Anfrage begründet noch kein Mandatsverhältnis.

Wir sind für Sie da.

Telefonisch, per E-Mail oder über die Fallprüfung – vertraulich und zunächst unverbindlich.

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