Ein gesperrtes Konto trifft Betroffene meist unvorbereitet: Die Karte funktioniert nicht mehr, Überweisungen werden nicht ausgeführt, das Online-Banking zeigt nur einen knappen Hinweis. Oft nennt die Bank zunächst keinen Grund. Das ist belastend, vor allem wenn Miete, Gehalt und laufende Verpflichtungen über dieses Konto abgewickelt werden.
Die Ursachen sind sehr unterschiedlich. Banken, Zahlungsdienstleister und Kryptobörsen sind gesetzlich verpflichtet, auffällige Vorgänge zu prüfen und bei einem Verdacht auf Geldwäsche eine Meldung abzugeben. In dieser Phase dürfen sie den Kunden über die Meldung häufig nicht informieren. Daneben kommen eine Kontopfändung, eine Kündigung der Geschäftsbeziehung, offene Identitätsnachweise oder ein Betrugsverdacht als Auslöser in Betracht. Nicht selten sind auch Personen betroffen, deren Konto von Betrügern ohne ihr Wissen als Empfängerkonto missbraucht wurde.
Welche Rechte Sie haben, hängt vom konkreten Anlass der Sperre ab. Wir ordnen die Situation ein, klären nach Möglichkeit den Hintergrund und prüfen, ob eine Freigabe des Guthabens, Pfändungsschutz über ein P-Konto oder der Anspruch auf ein Basiskonto in Betracht kommt.