Beim Identitätsdiebstahl nutzen Unbekannte Ihre persönlichen Daten – Name, Geburtsdatum, Anschrift, Ausweiskopie oder Bankverbindung –, um in Ihrem Namen Waren zu bestellen, Verträge abzuschließen, Kredite aufzunehmen oder Konten zu eröffnen. Betroffene erfahren davon meist erst, wenn Rechnungen, Mahnungen oder Schreiben eines Inkassounternehmens eintreffen.
Eine verbreitete Variante beginnt mit einem angeblichen Jobangebot: Bewerber sollen als „App-Tester“ oder im Rahmen des Bewerbungsverfahrens ein Video-Ident-Verfahren durchlaufen. Tatsächlich wird damit ein echtes Bankkonto auf ihren Namen eröffnet, über das die Täter anschließend Gelder aus anderen Betrugstaten leiten. Für die Betroffenen kann das Kontosperren, Ermittlungsverfahren und Forderungen Geschädigter nach sich ziehen.
Grundsätzlich gilt: Wer einen Vertrag nicht abgeschlossen hat, schuldet daraus auch nichts. In der Praxis müssen Betroffene den Missbrauch jedoch gegenüber jedem einzelnen Unternehmen, gegenüber Inkassodienstleistern und Auskunfteien darlegen. Wir helfen Ihnen, dabei strukturiert vorzugehen, Fristen im Blick zu behalten und Ihre Rechte nach der Datenschutz-Grundverordnung zu nutzen.